Ticketstress – Die Probleme eines Ticket2000 Abonnementen
Nicht das ich den Jungs/Mädels von bahn-spass.de Konkurrenz machen möchte, aber das hier muss ich jetzt Mal schreiben:
Also ich bin ja meines Zeichens auch ein Bahnfahrer bzw. Nutzer des ÖPNV – konkret Ticket2000-Besitzer im VRR mit einer Zulassung der Preisstufe B von Oberhausen über Mülheim an der Ruhr, Essen nach Bochum.
Vor knapp vierzehn Tagen bin ich – ausnahmsweise – mit meinem Auto zur Arbeit nach Bochum gefahren, weil ich unterwegs noch etwas erledigen musste und dafür die Bahn mit ihrer extrem guten Verbindung von Oberhausen nach Bochum etwas – sagen wir mal – unpraktisch ist.
Mein Ticket – ein übertragbares Ticket2000 – habe ich meiner Frau zu Hause gelassen, für den Fall, dass sie etwas erledigen müsste, was einer gewissen Mobilität bedürfen würde (Deswegen habe ich ja gerade ein übertragbares Ticket genommen).
Leider habe ich natürlich, schusselig wie ich nun einmal bin, am nächsten Tag mein Ticket zu Hause vergessen und bin ohne das zu ahnen zur Arbeit gefahren. Hinfahrt: Kein Problem. Keine Kontrolle – weswegen mir natürlich auch nicht aufgefallen ist, dass ich ohne Ticket unterwegs war.
Auf der Rückfahrt war es dann so weit. Ich wurde kontrolliert. Als ich den guten Kontrolleur aus der Entfernung sah, fiel es mir wie Schuppen von den Augen und mir wurde gewahr, dass ich jetzt ein Problem haben würde. Der Kontrolleur nahm meine Daten auf und sagte mir, dass ich mein Ticket innerhalb der nächsten vierzehn Tage bei der EVAG in Essen vorzeigen müsse – denn in deren Hoheitsgewässern befanden wir uns gerade – wenn ich keine 40 Euronen zahlen wolle.
Weil ich etwas skeptisch war wegen der Übertragbarkeit meines Tickets und den Gerüchten die man so hört, dass das problematisch werden kann beim vorzeigen – kann ja jeder sagen er habe es vergessen und kommt dann mit dem Ticket eines Anderen anmarschiert – fragte ich den Kontrolleur ob ich meinen Abovertrag mitnehmen solle zur EVAG, damit ich zweifelsfrei nachweisen könne – unter Zuhilfenahme meiner Personen-Identifikations-Karte (kurz: Perso) – dass dies mein Ticket ist, was ich da vorzeige, antwortete der:
Nein. Die Daten des Vertrages sind doch alle auf dem Chip der Karte gespeichert. Das brauchen Sie heute nicht mehr. Perso und Ticket reichen vollkommen aus.
Prima! Wenn der gute Mann sich so sicher ist – und der macht seinen Job ja auch schon länger – dann will ich ihm mal glauben und mache das dann so.
Ich also heute – letzter Drücker ich weiß – zur EVAG und Ticket vorzeigen. Die gute Mitarbeiterin der Essener Verkehrs AG schüttelte gleich den Kopf und sagte mir, dass sie auf die Daten meiner Karte keinen Zugriff habe, da die ja bei der STOAG (Oberhausen – da wohne ich ja) gekauft worden ist und außerdem stünden auf den übertragbaren Karten eh keine Daten des Abonnementen drauf sondern nur der Geltungsbereich. Sie bräuchte den ABOVERTRAG…
Was will man da machen? Eins weiß ich jetzt sicher: Bei der Bahn kann man eigentlich nur darauf vertrauen, dass keiner weiß was wirklich abgeht.
